Bauphysik Übersicht über den Vorlesungsteil „Wärme und Feuchte“ In der Vorlesung über Wärme und Feuchte gehen wir zunächst auf die physikalischen Grundlagen des Wärmebegriffs, der Wärmespeicherung und der Wärmetransportmechanismen ein. Damit lassen sich stationäre (d.h. zeitlich unveränderliche) Wärmeströme beschreiben, und die dazugehörigen Temperaturverläufe in einzelnen Baustoffschichten, etwa innerhalb einer mehrschaligen Hauswand. Die Begriffe des Wärmedurchlasswiderstands sowie des Wärmeübergangs- und Wärmedurchgangswiderstands (bzw. deren Verwandte, die „U-Werte“ und h Koeffizienten) werden eingeführt und an Beispielen erläutert. Der Teil schließt mit der Wärmebedarfsberechnung nach der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) – Stichwort „Wärmepass“. Im Studiengang Gebäudeklimatik werden auch sog. instationäre Wärmetransportphänomene – darunter sind zeitlich veränderliche Vorgänge wie der Aufheiz- oder Abkühlprozess eines Bauteils oder Raumes zu verstehen behandelt. Im zweiten Teil geht es um Feuchte und Raumklima. Dazu müssen zunächst die Begriffe des Wasserdampf-Partialdrucks und des Sättigungsdampfdrucks eingeführt werden. Mithilfe der Wasserdampfdiffusionsgleichung lassen sich einfache Beispiele des Wasserdampftransports durch eine Gebäudehülle berechnen. Zentraler Bestandteil des Teils „Feuchte“ ist das Glaser Verfahren zum Nachweis der Tauwasserbildung in einem Schichtsystem mit räumlich veränderlicher Temperatur (hier schließt sich der Kreis mit dem Bereich „Wärme und Feuchte“). Ergänzend werden weitere Transportmechanismen (Kapillarkondensation und gesättigter Porenwasserstrom) kurz diskutiert. Prof. Dr. Oliver Steffens Angewandte Physik und Bauphysik Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg